Spionage, Gewalttaten, Destabilisierung, Bedrohung, Abschaffung der FDGO, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Remigration…
Das sind nur einige Punkte, die zeigen, wie die Demokratie in Deutschland angegriffen wird.
Dass es überhaupt möglich ist, die Demokratie in Anbetracht der deutschen Geschichte auszuhöhlen, zu untergraben und zu destabilisieren, ist ein klares Zeichen dafür, dass man in den letzten 92 Jahren nichts gelernt hat.
Dass die AfD so erstarken konnte, ist ein deutliches Zeichen für das Versagen beim Schutz der Demokratie an verschiedenen Stellen. Dieses Versagen besteht bis heute fort. Ein Versagen der Politik und ein Versagen der AfD-Gegner.
Als die AfD im Januar 2014 ihre ersten Gehversuche in der Öffentlichkeit unternahm, war klar erkennbar, in welche Richtung sie steuerte. Schon 2014 wurden die demokratischen Parteien auf diesen Zustand hingewiesen.
Es kam auch zu Anfeindungen gegen Politikerinnen und Politiker. Statt jedoch sofort zu handeln, zeigte sich die buchstäbliche Überheblichkeit der demokratischen Parteien, da sie sich in ihrer politischen Existenz unantastbar fühlten. Man betrachtete die AfD seit 2014 als eine Partei, die sich selbst schnell wieder abschaffen würde, nach dem Motto „sie zerlegen sich selbst, und deshalb können wir das bequem aussitzen„.
Dazu kam der Spruch einiger Politikerinnen und Politiker der demokratischen Parteien: „Das muss die Demokratie aushalten„.
Allein dieser letzte Spruch zeigt die Selbstüberschätzung sehr deutlich. Doch mit dem Erstarken der AfD wird auch die Sicherheit ihrer Mandate gefährdet, was bis heute ignoriert wird.
Die Spur von 2014 wird strikt beibehalten.
Nur wenn etwas „entsetzliches“ geschieht, will man lückenlose Aufklärung und Bestrafung.
Das geht nun schon seit 10 Jahren so.
Wie lange soll dieser untragbare Zustand noch fortgesetzt werden? Bis es noch mehr Tote gibt?
Um die Demokratie zu schützen, muss man das Agieren der AfD ernsthaft betrachten.
Man sollte sich also nicht über die AfD lustig machen.
Das Internet ist das Gift der deutschen Gesellschaft.
Kaum jemand kann damit wirklich umgehen, insbesondere nicht die sogenannten Antifas in ihrem aufgesetzten Widerstandsmodus.
Nun sind wir an dem Punkt, wo wir die politische Landschaft umdrehen.
Herzlich willkommen in der wunderbaren Welt von Facebook und Co. Widerständler bauen sich ihre Nester in den sozialen Netzwerken und betrachten die AfD bis heute als ein Spielzeug, ein Geschäftsmodell und als Pflege ihrer Profilneurose.
Allen Warnungen zum Trotz verbreiten sie meist mit Photoshop oder anderen Apps generierte Bilder von AfD-Politikern durch die Netzwerke.
Bilder, die erstellt wurden, um Klicks auf die meist sehr inhaltslosen Beiträge zu generieren.
Je aufregender das Bild und je sinnfreier der Beitrag, desto mehr „Likes“ bekommt man.
Es ist wie bei den Influencern, die damit berühmt und reich werden wollen.
Was fehlt, ist die tatsächliche Aufklärung über die AfD, es fehlt an der Enthüllung der AfD an allen Ecken und Enden.
Anfang der 2000er Jahre gab es eine Onlineplattform namens „Second Life“, die übrigens heute noch existiert.
Fernab der Realität konnte und kann man dort sein, was man schon immer sein wollte.
Und die sozialen Netzwerke sind eine drastisch abgespeckte Variante von Second Life.
Bei Facebook und Co. erschaffen sich die meisten eine Fake-Identität und füllen das Netz mit Müll. Sie kommen nicht einmal auf die Idee, die sozialen Netzwerke strategisch vernünftig gegen Rechtsextreme zu nutzen.
Das gilt nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für Gruppen und Seiten. Man nennt die Seite oder Gruppe: „irgendwas gegen die AfD“ oder „irgendwas gegen Nazis“, fügt ein passendes Headerbild hinzu und dann geht es los.
Bei den meisten fehlt es an spürbarem Inhalt.
Sie teilen Nachrichten aus Nachrichtenportalen, angeblich lustige Bilder und geben die stärksten Motivationsparolen in den Kommentaren ab, während jeder möglichst geheimnisvoll und unerkannt bleiben möchte.
Der Höhepunkt ist, dass die meisten Anti-Gruppen auf „privat“ geschaltet sind.
In Kommentaren oder Beiträgen werden gerne AfD-Politiker markiert, um ihnen so richtig eins auszuwischen. Aber kaum jemand denkt darüber nach, dass die AfD-Politiker die ihnen zuteil gewordene und oft unsachliche Kritik nicht sehen können.
Die Gruppe ist entweder privat oder auf „geschlossene Gruppe“ gestellt.
Einige gehen sogar noch weiter und machen die Gruppe, in der der angeblich wichtige Widerstand gegen Rechtsextreme stattfindet, nur für persönlich eingeladene Mitglieder sichtbar.
Ist das euer Widerstand? Ist das euer Versuch, die Demokratie zu schützen?
Zurück zum Jahr 2018:
Als die AfD immer gefährlicher erschien, wurde lautstark nach einem AfD-Verbot gerufen. Seit 2019 gibt es die Möglichkeit, ein AfD-Verbot über eine Petition zu fordern und zu unterstützen. Die mangelnde Beteiligung an einer solchen Petition lässt jedoch Schlimmes befürchten.
Zurück in 2024:
Die AfD ist nur ein Mittel zum Zweck geworden, und selbst echte antifaschistische Organisationen bringen es kaum über die Lippen, ein AfD-Verbot zu fordern.
Ein Verbot wird auch nicht unterstützt, weil es nicht aus den eigenen Reihen kommt.
So hat der Schutz der Demokratie auch etwas mit einem Egotrip zu tun.
Wenn man die Demokratie schützen und erhalten will, dann aus Überzeugung.
Man steht für die Demokratie ein und veranstaltet keinen solchen kläglichen Hüttenzauber.
In den letzten Tagen wurde ich oft gefragt, warum ich Kritik am sogenannten Widerstand gegen die AfD übe.
Die Antwort darauf ist einfach: Weil es notwendig ist.
Wenn diese ängstliche Anti-AfD-Bewegung weiterhin in ihrem Online-Game verweilt, ist die Demokratie und die Freiheit in diesem Land verloren.
Und ja, meine Kritik wird härter, denn das muss sein, um euch endlich aus eurer plüschig-bunten Komfortzone zu locken.
Was hättet ihr eigentlich heute gemacht, wenn es kein Internet gäbe?
Den Rechtsextremen das Feld überlassen?
In diesem Sinne, Good Night and good Luck
Uwe Schulze
Petition zum Mitmachen für aufgeweckte: https://www.change.org/AfD-Verbot-Jetzt
(Weil Widerstand nur so funktioniert)
2 Gedanken zu „Demokratie schützen?“
  1. Hallo Heidi und Uwe,
    ich kann euren Ausführungen – wie ja fast immer – nur zustimmen. Es erschreckt mich trotzdem immer wieder, wie leichtgläubig die Menschen sind, wie leicht zu beeinflussen und ja auch zum Teil einfach dumm. Mich selber halte ich nicht für die hellste Kerze auf dem Kuchen, aber so leicht kann mir niemand – wirklich niemand – etwas vormachen.
    Gerade habe ich die neueste Veröffentlichung des Verfassungsblocks gelesen und möchte euch daran teilhaben lassen. Die Gefahren sind so eindeutig, das es mir langsam Angst macht.
    Wünsche euch ein schönes Wochenende und hinterlasse ganz liebe Grüße
    Frauke

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