Eine satirische Geschichte Teil 1 – Das große demokratische Feuerlöschseminar
Es war einmal eine Demokratie
… oder das große Feuerlöschseminar
Sie lebte in einem schönen Land, hatte ein Grundgesetz, freie Wahlen und ziemlich viele Menschen, die regelmäßig erklärten, wie wichtig die Demokratie sei.
Und weil die Demokratie inzwischen etwas in die Jahre gekommen war, gab es überall Vereine, Initiativen, Bündnisse, Arbeitskreise, Aktionsbündnisse, Demokratieprojekte, Kampagnen und natürlich jede Menge Menschen mit einem ausgesprochen demokratischen Instagram / Facebook-Account.
Alle waren sich einig:
So kann und darf es nicht weitergehen.
Das war gut.
Sehr gut sogar.
Man war sich nämlich auch einig, dass die AfD eine Gefahr für die demokratische Ordnung darstelle.
Man veranstaltete Demonstrationen.
Man hielt Reden.
Man schrieb Pressemitteilungen.
Man malte Plakate.
Man stellte sich auf Bühnen und sagte Dinge wie:
„Wir müssen jetzt handeln.“
Wow, das klang beeindruckend.
Vor allem das Wort „jetzt“.
Es wurde allerdings etwas anders verstanden.
„Jetzt“ bedeutete in der Zivilgesellschaft ungefähr:
Wir machen erst einmal eine Veranstaltung.
In den demokratischen Parteien bedeutete „jetzt“ dagegen:
Wir setzen dazu eine Arbeitsgruppe ein.
Und die Arbeitsgruppe verstand „jetzt“ wiederum als:
Wir treffen uns nach der nächsten Wahl.
Die nächste Wahl kam.
Die AfD bekam noch mehr Stimmen.
Daraufhin waren alle sehr besorgt.
Man erklärte öffentlich, man habe die Sorgen der Menschen verstanden.
Man müsse Politik verändern.
Man müsse die Demokratie besser erklären.
Man müsse wieder näher bei den Bürgerinnen und Bürgern sein.
Man müsse die AfD politisch stellen.
Man müsse endlich die Ursachen bekämpfen.
Und irgendwo in einem besonders gut beleuchteten Fernsehstudio sagte jemand:
„Wir dürfen nicht länger zuschauen.“
Das war der Moment, in dem die Demokratie aufatmete.
Denn offenbar hatte man beschlossen, nicht länger zuzuschauen.
Man würde jetzt intensiver darüber diskutieren, wie man das Zuschauen beendet.
Der Feuerlöscher-Ausschuss
Eines Tages brannte es.
Nicht metaphorisch.
Na ja, vielleicht doch metaphorisch.
Aber inzwischen war das Feuer so groß, dass man darüber diskutieren konnte, ob man es noch als „lokales Wärmeereignis“ bezeichnen durfte.
Also gründete man einen Ausschuss.
Der Ausschuss sollte untersuchen, warum es brannte.
Man lud Experten ein.
Die Experten stellten fest:
„Es brennt.“
Das war eine wichtige Erkenntnis.
Daraufhin wurde eine Arbeitsgruppe gegründet.
Die Arbeitsgruppe sollte prüfen, ob möglicherweise ein Zusammenhang zwischen dem Feuer und der Tatsache bestehe, dass seit Jahren niemand gelöscht hatte.
Nach sechs Sitzungen kam sie zu dem Ergebnis:
„Die Lage ist komplex.“
Man benötige deshalb eine länderübergreifende Arbeitsgruppe.
Die wurde eingerichtet.
Dann hörte man nichts mehr.
Das große demokratische Ritual
Unterdessen veranstaltete die Zivilgesellschaft die nächste Demonstration.
Zehntausende Menschen kamen.
Es gab Musik.
Es gab Reden.
Es gab bunte Schilder.
Es gab beeindruckende Luftaufnahmen.
Es gab Menschen, die sich gegenseitig versicherten, dass sie gemeinsam stark seien.
Und natürlich gab es den obligatorischen Satz:
„Nie wieder ist jetzt!“
Alle applaudierten.
Dann gingen alle nach Hause.
Am nächsten Morgen war die AfD noch da.
Aber immerhin hatte man ein sehr schönes Foto von der Demonstration.
Die Sache mit dem Parteiverbot
Irgendwann fragte ein besonders hartnäckiger Bürger:
„Wenn ihr doch überzeugt seid, dass diese Partei unsere freiheitliche demokratische Grundordnung gefährdet – warum stellt ihr dann nicht einfach einen Antrag nach Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz?“
Plötzlich wurde es still.
Sehr still.
Man konnte förmlich hören, wie mehrere politische Gehirne gleichzeitig den Notausgang suchten.
„Das ist kompliziert“, sagte jemand.
„Das muss sehr sorgfältig geprüft werden“, sagte jemand anderes.
„Wir dürfen nicht vorschnell handeln.“
„Ein Parteiverbot ist kein politisches Instrument.“
„Das Bundesverfassungsgericht muss entscheiden.“
„Wir brauchen zunächst eine umfassende Prüfung.“
Der Bürger schaute irritiert.
„Moment“, dachte Bürger.
Er holte das Grundgesetz heraus und sagte:
„Das Bundesverfassungsgericht entscheidet doch darüber.“
„Ja“ entgegnete man dem Bürger.
„Und antragsberechtigt sind Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung?“
Und wieder wurde mit „Ja“ geantwortet.
Der Bürger sagte: „Dann wäre es doch Aufgabe dieser Verfassungsorgane, einen Antrag zu stellen, wenn sie die Voraussetzungen für gegeben halten.“
Es herrscht Stille.
Diesmal länger.
Schließlich sagte jemand:
„Wir müssen erst einmal prüfen, ob wir prüfen sollten.“
Der Bürger setzte sich und hielt seine Hand vor die Stirn.
Das demokratische Fitnessstudio
Inzwischen hatte die Demokratie ein neues Trainingsprogramm entwickelt.
Es hieß:
„Wir zeigen Haltung!“
Montag:
Empörung.
Dienstag:
Pressemitteilung.
Mittwoch:
Podiumsdiskussion.
Donnerstag:
Arbeitsgruppe.
Freitag:
Social-Media-Post.
Samstag:
Demonstration.
Sonntag:
Spendenaufruf.
Montag:
Empörung.
Und irgendwo dazwischen:
Die AfD ist weiter da.
Das Programm funktionierte hervorragend.
Man wurde dabei allerdings nicht stärker.
Nur müde.
Der Bürger fragt nach
„Aber“, sagte der Bürger, „wann passiert denn nun etwas?“
„Wir arbeiten daran“, antwortete man ihm.
„Seit Jahren.“
„Demokratie braucht Zeit.“
„Die AfD nutzt diese Zeit aber auch“, sagte der Bürger.
Die Antwort kam sogleich: „Wir dürfen uns nicht treiben lassen.“
Von wem?, fragte der Bürger.
„Von der AfD“, war die Antwort.
„Aber ich dachte, wir wollen verhindern, dass sie stärker wird, sagte der Bürger.
„Natürlich“, war die Antwort.
Der Bürger erklärte: „Dann wäre Zeit doch nicht unbedingt unser bester Freund.“
Man sah ihn an.
Der Mann, der Bürger, stellte unangenehme Fragen.
Solche Menschen sind schwierig.
Das Bundesverfassungsgericht wartet nicht auf eine Petition
Dabei ist die Sache juristisch eigentlich erstaunlich nüchtern.
Das Grundgesetz hat für genau diese Frage einen Weg vorgesehen.
Art. 21 Abs. 2 GG sieht ein Parteiverbotsverfahren vor.
Das Bundesverfassungsgericht entscheidet darüber.
Und antragsberechtigt sind Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung. Das Gericht selbst beschreibt das Verfahren ausdrücklich als Instrument der „wehrhaften Demokratie“. (Bundesverfassungsgericht)
Das Gericht hat zugleich klargemacht, dass ein Parteiverbot hohe verfassungsrechtliche Anforderungen hat.
Eine bloße Verbreitung verfassungsfeindlicher Ideen reicht nicht.
Es müssen unter anderem konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Partei auf die Beeinträchtigung oder Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung ausgeht und ein Erfolg ihrer entsprechenden Bestrebungen nicht völlig aussichtslos erscheint. (Bundesverfassungsgericht)
Genau deshalb entscheidet darüber nicht ein Parteivorstand.
Nicht die Bundesregierung.
Nicht eine Demonstration.
Nicht Change.org.
Nicht irgendein Talkshowgast.
Sondern das Bundesverfassungsgericht.
Aber dafür muss erst einmal jemand den Antrag stellen.
Und genau an diesem Punkt beginnt unser kleines demokratisches Kuriositätenkabinett.
Der Antrag, der nicht gestellt werden durfte
„Warum stellt ihr ihn nicht?“, fragte der Bürger.
„Weil wir nicht wissen, ob das Verfahren erfolgreich wäre, antwortete man ihm.
„Das weiß das Gericht doch auch noch nicht, erklärte der Bürger.
„Eben, drum“ war die einfache Antwort.
Dann sollte es doch entscheiden, sagte der Bürger.
„So einfach ist das nicht, war die einfache Antwort
Bürger: „Aber so sieht es das Grundgesetz doch vor.“
Man antwortete dem Bürger: „Wir müssen politisch verantwortlich handeln.“
Die Frage des Bürgers: „Und was wäre verantwortlicher, als das dafür vorgesehene Gericht entscheiden zu lassen?“
Darauf wusste niemand eine Antwort.
Also setzte man eine weitere Arbeitsgruppe ein.
Der große Tag
Jahre später gab es wieder eine Demonstration.
Diesmal war sie noch größer.
Auf der Bühne standen Politiker.
Daneben Vertreter von Initiativen.
Dahinter ein riesiges Banner:
„WEHRT EUCH!“
Der Bürger stand davor.
Er sah das Banner an.
Dann sah er die Bühne.
Dann sah er auf sein Handy.
Die AfD war immer noch da.
Er fragte:
„Und was machen wir jetzt?“
Der Moderator griff zum Mikrofon.
„Jetzt zeigen wir gemeinsam Haltung!“
Jubel.
Der Bürger fragte:
„Und danach?“
Der Moderator lächelte.
„Danach müssen wir den Druck erhöhen.“
„Worauf?“, fragte der Bürger.
„Auf die Politik.“
„Welche Politik?“, fragte der Bürger
Kurze Pause.
„Na, auf die demokratische.“
Der Bürger nickte zögerlich und sagte: „Ach so.“
Dann verstand er.
Die Demokratie demonstrierte inzwischen gegen die Demokratie, damit die Demokratie endlich etwas gegen die AfD unternahm.
Das war kompliziert.
Aber immerhin gab es dafür eine Arbeitsgruppe.
Und dann kam die Rechnung
Eines Tages fragte jemand:
„Was passiert eigentlich, wenn wir noch fünf Jahre warten?“
Niemand antwortete.
„Und wenn die AfD dann noch stärker ist?“
Niemand antwortete.
„Und wenn sie irgendwann tatsächlich politische Gestaltungsmacht bekommt?“
Jetzt wurde es unangenehm.
Denn plötzlich war die Frage nicht mehr:
„Kann man ein Parteiverbotsverfahren politisch vertreten?“
Sondern:
„Warum haben wir den dafür vorgesehenen Rechtsweg nicht wenigstens beschreiten lassen, wenn wir selbst von einer ernsten Gefahr überzeugt waren?“
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Denn ein Antrag auf ein Parteiverbotsverfahren ist kein fertiges Parteiverbot.
Er ist auch keine politische Hinrichtung.
Er ist zunächst einmal der Weg zum Gericht.
Das Gericht entscheidet.
Nicht wir.
Nicht die AfD.
Nicht die Demonstrierenden.
Nicht die Regierung.
Aber das Bundesverfassungsgericht.
Und vielleicht sagt es am Ende:
„Nein.“
Dann ist das Ergebnis rechtlich geklärt.
Vielleicht sagt es:
„Ja.“
Dann ist es ebenfalls rechtlich geklärt.
Aber eines ist sicher:
Ohne Antrag gibt es auch kein Verfahren.
Die Moral der Geschichte
Und so lebte die Demokratie glücklich bis ans Ende ihrer Legislaturperiode.
Sie veranstaltete noch viele Demonstrationen.
Sie schrieb noch viele Pressemitteilungen.
Sie gründete noch viele Arbeitsgruppen.
Sie erklärte noch viele Male:
„Wir dürfen nicht länger zuschauen.“
Und jedes Mal schaute sie dabei sehr entschlossen zu.
Die Zivilgesellschaft applaudierte.
Die Parteien appellierten.
Die Initiativen mobilisierten.
Die Politiker versprachen.
Die Arbeitsgruppen prüften.
Die Feuerlöscher standen bereit.
Nur einer wurde nicht benutzt.
Der Feuerlöscher mit der Aufschrift:
„HANDELN“
Und darunter stand in kleiner Schrift:
„Bei Gefahr nicht erst darüber diskutieren, ob Feuerlöscher grundsätzlich ein geeignetes Instrument sein könnten.“
Am Ende kam der Bürger noch einmal vorbei.
Er nahm den Feuerlöscher in die Hand.
Sah zur brennenden Demokratie.
Sah auf die Arbeitsgruppe(n).
Sah auf die Bühne.
Sah auf die Pressemitteilungen.
Und sagte:
„Ihr könnt natürlich weiter darüber reden, wie wichtig es wäre, irgendwann etwas zu unternehmen.“
Er stellte den Feuerlöscher wieder hin.
„Aber dann wundert euch bitte nicht, wenn das Feuer irgendwann größer ist als eure nächste Pressemitteilung,“ sagte der Bürger.
Und irgendwo hinten im Saal hob jemand die Hand.
„Entschuldigung, wir hätten dazu noch einen Vorschlag.“
Welchen?, fragte der Bürger
„Eine neue Arbeitsgruppe.“
ENDE
Wir wissen inzwischen ziemlich genau, wo die Probleme liegen.
Wir kennen die Gefahren, wir kennen die Entwicklung und wir kennen die Warnungen, die seit Jahren ausgesprochen werden.
Aber Erkenntnis allein verändert noch nichts.
Wenn Politik und Zivilgesellschaft immer wieder feststellen, dass es so nicht weitergehen kann, anschließend aber doch wieder in die bekannten Muster aus Arbeitsgruppen, Prüfaufträgen, Appellen und Symbolpolitik zurückfallen, darf man sich über Stillstand nicht wundern.
Irgendwann muss aus der Erkenntnis auch Konsequenz werden.
Genau deshalb fordern wir kein politisches Schnellverfahren, sondern den rechtsstaatlich vorgesehenen Weg: Wenn die Voraussetzungen für ein Parteiverbotsverfahren aus Sicht der dazu berechtigten Verfassungsorgane vorliegen, dann soll der entsprechende Antrag gestellt werden, damit das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden kann.
Wer diesen Weg unterstützt, kann und sollte unsere Petition unterschreiben und weiterverbreiten: https://www.change.org/AfD-Verbot-Jetzt
– Team AfDexit –
Entdecke mehr von
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
15 Kommentare
Heike Schwarz · 21. September 2026 um 4:19 p.m.
Ich bin Dichterin.
Der Text „Das große demokratische Feuerlöschseminar“ ist eine poetische Dichtung.
Dazu paßt dieses satirische Gedicht aus dem März 1920.
Kurt Tucholski
An den deutschen Mond
Guter Mond, du gehst so stille
durch die Abendwolken hin!
Siehst die lange Äppelzille
und die Venuspriesterin.
Siehst Passanten und die Bummler
und die bösen Geldscheinschummler.
Bist das alles schon gewohnt,
guter Mond, guter Mond – !
Segelst langsam ob den Dächern,
siehst in Fenster und Büros,
wo die Akten in den Fächern
flüstern: „Wir sind Nosken los!“
Siehst in Fenster der Kasernen,
wo sie Schwarz-Rot-Gold entfernen . . .
Bist das alles schon gewohnt,
guter Mond, guter Mond – !
Kugelst dich am Firmamente
über unsre große Stadt,
siehst die dicke, schwere Rente,
die der Ludendorff noch hat.
Siehst auch nächstens, wenn es später,
manche freien Hochverräter . . .
Bist das alles schon gewohnt,
guter Mond, guter Mond – !
Aber käme plötzlich einer,
der trotz Lärmen und Gezisch
schlüge – wie noch leider keiner –
mit der Faust auf unsern Tisch –
Sagt der: „Militär kann gehen!“
Ei, dann bliebst du sicher stehen!
Denn das bist du nicht gewohnt,
guter Mond, guter Mond – !
Peter Dreier · 21. September 2026 um 2:24 p.m.
Nur über ein Verbot der AfD funktionert die Demokratie.
Peter Dreier
Frauke Broda · 21. September 2026 um 8:08 a.m.
Ich kann nur zu dem Text sagen: hervorragend meine Gedanken und Gefühle zusammengefasst.
Ratlos, Hilflos, enttäuscht von Antworten mancher Poltiker, die ich über abgeordneten watch angeschrieben habe (das sinn vollste war die Antwort vom Team Dröge) und die Demokratie brennt ab.
Heidi Scharpenberg · 20. September 2026 um 11:02 p.m.
Dagmar, natürlich wird dafür eine Mehrheit benötigt
Katja · 20. September 2026 um 10:37 p.m.
Als ich die satirische Geschichte las, dachte ich: oh man ganz schön tröge und ja genau, das ist es ja auch. Es ist fast so als ob die Gesellschaft im Treibsand der AfD versinkt und von der Regierung immer mal wieder ein Stöckchen gereicht bekommt, um nicht ganz unterzugehen. Es ist wirklich sehr traurig und enttäuschend, dass niemand einfach mal den Feuerlöscher beantragt
Gisela Gröger · 20. September 2026 um 8:00 p.m.
Alle Parteien außer der CDU/CSU sind für einen Verbotsantrag. Die CDU/CSU hatte gehofft, dass die Wähler*innen statt der AfD die CDU wählen würden nachdem die CDU/CSU die Ideen der AfD zumindest teilweise übernommen hat. Scheint nicht zu klappen! Ich möchte jedenfalls nicht in einer Diktatur leben! Außerdem wäre es gut, wenn sich die Parteien mehr um die schwierige Situation vieler Menschen kümmern würde, als um die Situation ihrer Parteien.
Jane Harflett · 20. September 2026 um 3:47 p.m.
so wie in ihrem letzten artikel beschrieben, denke ich die ganze zeit über: wann wird endlich gehandelt? ist es eine typisch deutsche verhaltensweise, so lange abzuwarten bis es zu spät ist, um dann endlos zu lamentieren, dass keiner gehandelt hat? oder sehe ich das grundverkehrt? meine güte! so schwer oder kompliziert ist es wirklich nicht! wovor haben alle dann angst? wird uns die afd verfolgen und umbringen, wird unsere demokratie verfolgen und umbringen? so langsam denke ich daran, wieder zurück nach Kanada zu wandern…
Dagmar · 20. September 2026 um 7:27 p.m.
Das war früher anders….die menschen haben sich verunsichern lassen….ich verstehe garnicht warum
Dagmar · 20. September 2026 um 2:30 p.m.
einer muss handeln, einer aufstehen und sich die leute suchen die ihn unterstützen…so läuft es überall….Mir geht es jeden Tag im Tierschutz so…
dasselbe traurige Thema….man wird müde weil keiner was tun will und es ausdiskutieren. wegdiskutieren, wegschauen, es aussitzen…
Wie im Holocaust….es ist noch nicht vorbei…ich such mir verbündete, ich rede mir den Mund fusselig, ich werde es nicht akzeptieren, dass das dunkle macht erhält…man muss das helle vom dunklen unterscheiden und handeln…einfach, klar, direkt…die einzige frage die bleibt ist das wie….was ist das beste für uns, die Natur, die Zukunft, die Tiere….Wahrheit, Liebe, Mitgefühl, Licht, Glaube, Hoffnung und wir kehren dem dunklen den Rücken zu….welcher Politiker eurer Meinung nach würde ein afd Verbot einleiten?
Wenn können wir Anschreiben und dazu motivieren?
Der Mensch ist auf erhalten ausgelegt, nicht auf Zerstörung seiner selbst.
Heidi Scharpenberg · 20. September 2026 um 3:54 p.m.
Hallo Dagmar,
ein einzelner Politiker kann kein Verbotsverfahren einleiten. Bundesregierung, Bundesrat und Bundestag sind die Instanzen die einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht für die Einleitung eines Verbotsverfahrens stellen können. Die Einleitung eines solchen Verfahrens obliegt allein dem Bundesverfassungsgericht.
Natürlich kannst du einzelne Politiker anschreiben die einem AfD-Verbot positiv gegenüber stehen und sie bitten den Antrag für ein Verbotsverfahren zu unterstützen. Du musst einfach mal recherchieren wer das sein könnte und dann selbst entscheiden.
Wir haben natürlich auch schon diverse Anschreiben verschickt.
Gruß Team AfDexit
Dagmar · 20. September 2026 um 4:08 p.m.
ok danke
Bin etwas durcheinander…
Also die Politiker stellen einen Antrag…ich dachte sie haben das schon getan?
Und das Verfassungsgericht leitet es ein…warum tut es das nicht?
Es wurde doch schon alles xmal durchgespielt
Heidi Scharpenberg · 20. September 2026 um 5:41 p.m.
Dagmar, nein einzelne Politiker können keinen Antrag stellen, das kann nur komplett die, Bundesregierung, der Bundesrat oder der Bundestag. Solange aber der Antrag beim Bundesverfassungsgericht nicht gestellt wird, kann dieses auch nicht tätig werden.
Dagmar · 20. September 2026 um 8:18 p.m.
brauchen die eine Mehrheit oder warum machen die es nicht einfach?
Frauke Broda · 21. September 2026 um 8:18 a.m.
Hallo Dagmar,
den Antrag kann nur
a) der gesamte Bundestag
b) der gesamte Bundesrat
c) die gesamte Bundesregierung
stellen!
Einzelne Poltiker können das eben nicht.
Und der Antrag geht dann ans Bundesverfassungsgericht, dort wird der Antrag geprüft und ggf. ein Verbotsverfahren eröffnet.
Heidi Scharpenberg · 21. September 2026 um 8:35 a.m.
Hallo Frauke, das haben wir ihr bereits alles mit einer Antwort erklärt.
Gruß Team AfDexit